BU-Leistung abgelehnt wegen angeblicher Berufsfähigkeit

Wenn die Versicherung behauptet, Sie könnten noch arbeiten

Einer der häufigsten Ablehnungsgründe in der Berufsunfähigkeitsversicherung lautet:

 

 „Sie sind noch in der Lage, Ihren Beruf auszuüben.“
 „Eine Berufsunfähigkeit liegt nicht vor.“

 

Für Betroffene ist das oft völlig unverständlich – denn tatsächlich ist der Arbeitsalltag massiv eingeschränkt.

 

Wichtig:
Versicherer arbeiten hier regelmäßig mit verkürzten Tätigkeitsbilderntheoretischen Vergleichsberufen und realitätsfernen Annahmen.

 

Als spezialisierte Fachanwaltskanzlei für Versicherungsrecht mit klarem Schwerpunkt im Medizinrecht in Dortmund, kenne wir die Argumente und Strategien der Versicherer (aus eigener Erfahrung) und unterstützen ausschließlich Versicherungsnehmer bei der Durchsetzung ihrer berechtigten Ansprüche (BU-Rente). Sowohl außergerichtlich als auch vor allen Gerichten.

Kurzüberblick:
  • Maßgeblich ist Ihr zuletzt konkret ausgeübter Beruf
  • Vergleichs- oder Ersatzberufe sind nur eingeschränkt zulässig
  • Eine theoretische Einsatzmöglichkeit reicht nicht aus
  • Fehlerhafte Tätigkeitsbeschreibungen sind der Hauptangriffspunkt

Was bedeutet „Berufsunfähigkeit“ rechtlich?

Die 50-%-Grenze

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf
voraussichtlich auf Dauer zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann.

👉 Entscheidend ist:

  • der konkrete Berufsalltag,

  • nicht die Berufsbezeichnung,

  • nicht eine theoretische Tätigkeit.

⚠️ Häufige Masche der Versicherer

Versicherer sind Wirtschaftsunternehmen. Ihr bestreben ist es, möglichst viele Gewinne (durch die Einnahmen von Prämien) zu erzielen und gleichzeitig möglichst wenig leisten zu müssen.

 

Das gilt für keine Sparte so sehr, wie für die BU-Versicherung. Da hier oft eine erhebliche Dauerleistung im Vordergrund steht. 

 

Rechtsanwalt Scholz ist nicht nur Fachanwalt für Versicherungsrecht und spezialisiert im Medizinrecht (was bei der Auswertung von medizinischen Gutachten entscheidend ist), sondern kennt aus eigener Erfahrung (war mehrere Jahre für die Versicherungswirtschaft anwaltlich tätig), die Strategien, Ablehnungsargumentationen und das Vorgehen der Versicherer.

Hintergrund:
Versicherer reduzieren den tatsächlichen Berufsalltag häufig auf wenige, vermeintlich leichte Tätigkeiten. Körperliche, geistige oder psychische Belastungen werden ausgeblendet oder als „zumutbar“ dargestellt, um unter die 50-%-Grenze zu kommen.

Typische Argumente der BU-Versicherung

Versicherer behaupten häufig:

  • „Sie können Ihren Beruf überwiegend im Sitzen ausüben“

  • „Körperlich belastende Tätigkeiten fallen nur gelegentlich an“

  • „Organisatorische Aufgaben überwiegen“

  • „Eine andere Tätigkeit innerhalb Ihres Berufs ist möglich“

➡️ Diese Aussagen sind oft angreifbar, wenn sie sauber geprüft werden.

Typische Fehler:
  • Zu grobe oder beschönigende Tätigkeitsbeschreibungen
  • Übernahme der Darstellung der Versicherung
  • Unklare Zeitanteile einzelner Tätigkeiten
  • Verzicht auf eine berufskundliche Analyse

Vergleichsberufe – erlaubt oder nicht?

Der rechtliche Rahmen

Ein Verweis auf andere Tätigkeiten ist nur sehr eingeschränkt zulässig:

  • keine abstrakten Vergleichsberufe

  • keine rein theoretischen Einsatzmöglichkeiten

  • keine Tätigkeiten, die Ausbildung, Stellung oder Einkommen deutlich verändern

👉 In vielen BU-Verträgen ist die abstrakte Verweisung ausgeschlossen.


Wann die Ablehnung wegen Berufsfähigkeit unzulässig ist

Eine Ablehnung ist häufig rechtswidrig, wenn:

  • der Berufsalltag unvollständig erfasst wurde

  • wesentliche Tätigkeiten ignoriert werden

  • körperliche oder psychische Belastungen fehlen

  • Zeitanteile falsch gewichtet sind

  • der Vergleichsmaßstab verzerrt ist

➡️ Die Erfahrung zeigt:
Viele Ablehnungen lassen sich mit der richtigen Argumentation aufheben.

Unsere Vorgehensweise bei Ablehnung wegen Berufsfähigkeit

So gehen wir vor:
  1. Detaillierte Analyse Ihres tatsächlichen Berufsalltags
  2. Aufschlüsselung der einzelnen Tätigkeiten nach Zeit & Belastung
  3. Abgleich mit medizinischen Einschränkungen
  4. Prüfung der Argumentation der Versicherung
  5. Durchsetzung Ihrer BU-Leistung außergerichtlich oder gerichtlich

Warum gerade hier spezialisierte Unterstützung entscheidend ist

  • Versicherer arbeiten mit standardisierten Berufsprofilen

  • kleine Ungenauigkeiten entscheiden über 50 % oder 49 %

  • spätere Korrekturen sind schwierig

Als Fachanwalt für Versicherungsrecht mit:

  • klarer Spezialisierung auf BU-Streitigkeiten

  • Erfahrung mit berufskundlichen Bewertungen

  • tiefem Verständnis der Leistungsprüfung

weiß ich, wie der Beruf korrekt dargestellt werden muss.

Kostenfreie Ersteinschätzung

Hat Ihre BU-Versicherung die Leistung wegen angeblicher Berufsfähigkeit abgelehnt, lassen Sie die Entscheidung rechtlich prüfen.

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