Ein Aufklärungsfehler liegt vor, wenn ein Arzt seine Pflicht verletzt, Sie über Risiken, Nebenwirkungen oder Alternativen einer Behandlung aufzuklären.
In Dortmund unterstützen wir als spezialisierte Anwaltskanzlei für Medizinrecht und Versicherungsrecht Mandanten, wenn:
Die PKV eine Arztrechnung zutreffend ablehnt, weil die Behandlung aufgrund eines Aufklärungsfehlers medizinisch nicht gerechtfertigt war.
Sie prüfen wollen, ob Schadensersatzansprüche gegen den Arzt bestehen.
Sie Widerspruch oder Ansprüche geltend machen möchten.
Der Aufklärungsfehler ist ein zentraler Begriff im Medizinrecht:
Pflichtverletzung des Arztes: Der Patient muss vor einer Behandlung verständlich über Risiken, Nebenwirkungen und mögliche Alternativen informiert werden.
Rechtsfolge: Unterlassene oder fehlerhafte Aufklärung kann Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüchebegründen.
Relevanz PKV: Versicherer können Rechnungen verweigern, wenn Behandlung ohne wirksame Aufklärung erfolgt. Dann entsteht ein Konflikt zwischen Versicherungsleistung und Haftung des Arztes.
Beispiel Dortmund:
Eine Patientin unterzieht sich in Dortmund einer Knie-Operation. Der Arzt klärt nicht ausreichend über das Risiko einer Nervenverletzung auf. Die PKV verweigert die Kostenübernahme, weil
medizinisch die Operation bei nicht ordnungsgemäßer Aufklärung als riskant angesehen wird. Wir prüfen nun, ob Schadensersatz gegenüber dem Arzt geltend gemacht werden kann.
Unvollständige Risikoaufklärung
Beispiel: Ein Arzt nennt nur die Chancen, nicht die Risiken einer Operation.
Nichtdarstellung alternativer Behandlungsmöglichkeiten
Beispiel: Statt konservativer Therapie wird sofort operiert, ohne dass Alternativen besprochen wurden.
Mangelhafte Dokumentation
Beispiel: Aufklärungsbogen nicht unterschrieben oder unvollständig – PKV lehnt Zahlung ab.
Fehler bei Aufklärung über Nebenwirkungen von Medikamenten
Beispiel: Ein Medikament hat schwere Nebenwirkungen, Patient wird nicht informiert – PKV lehnt Kosten für Folgeschäden ab.
Ein Arzt muss Patienten nicht nur über medizinische Risiken aufklären, sondern auch, wenn wirtschaftliche Risiken bestehen, z. B. wenn:
die PKV die Kosten streitig stellt,
eine Behandlung nicht eindeutig medizinisch notwendig ist,
Kosten für Folgebehandlungen oder Komplikationen entstehen.
Praxisrelevanz Dortmund:
Wenn eine PKV die Erstattung verweigert, weil die Behandlung nicht ausreichend indiziert war oder ein Aufklärungsfehler vorliegt, kann der Patient auf den Kosten sitzen bleiben. Ein Arzt kann dafür haftbar gemacht werden, wenn er die wirtschaftlichen Folgen nicht erläutert hat.
Gerne prüfen wir für Sie, ob Sie einen Arzthaftungsanspruch geltend machen können.
In der Praxis kommen viele privatversicherte Patienten zu uns mit der Bitte, dass wir prüfen sollen, ob die Ablehnung ihrer PKV hinsichtlich der ärztlichen Kostenerstattung rechtmäßig war. Manchmal stellt sich heraus, dass die Ablehnung tatsächlich rechtmäßig erfolgt war.
Versicherer prüfen medizinisch, ob die Behandlung ordnungsgemäß indiziert war.
Wenn ein Aufklärungsfehler vorliegt, kann die PKV Leistung ablehnen, weil die Behandlung formal nicht zulässig war.
In diesem Fall können Schadensersatzansprüche gegen den Arzt bestehen – z. B. Rückzahlung der PKV an die Patientin.
Beispiel Dortmund:
Ein Patient in Dortmund erhält eine Zahnersatzbehandlung. Die PKV verweigert die Erstattung, da der Zahnarzt nicht über Risiken informiert hat. Wir prüfen, ob der Zahnarzt haftet und ob
Widerspruch gegen die PKV sinnvoll ist.
Sollte sich herausstellen, dass die Ablehnung der PKV rechtmäßig war, kommt in vielen Fällen ein unmittelbarer Anspruch gegen den behandelnden Arzt in Frage.
Arztpflichtverletzung → Patient kann Schadenersatz oder Schmerzensgeld verlangen
Berechnung des Schadens: Kosten für unnötige Behandlung, Folgeschäden, Verdienstausfall
Verjährung: 3 Jahre ab Kenntnis des Schadens und Aufklärungsfehlers
Rechtliche Grundlage: §§ 630c, 280 BGB, §§ 823, 826 BGB bei grober Fahrlässigkeit
Zum Schutz der Patienten sind die Aufklärungspflichten des Arztes weit. Leider stellen wir immer wieder fest, dass viele Patienten nicht umfassend aufgeklärt werden und hierdurch unmittelbar einen Schaden erleiden (falsche OP, keine Kostenerstattung durch die Krankenversicherung, die vermeintliche Aufklärung war aufgrund der Situation unverständlich).
Prüfung der Behandlungsunterlagen und Aufklärungsdokumente
Analyse der medizinischen Rechtmäßigkeit der Leistung
Klärung der PKV-Leistungsablehnung
Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Arzt
Optional: Unterstützung bei Widerspruch oder gerichtlicher Durchsetzung
1. Was ist ein Aufklärungsfehler?
Ein Arzt informiert nicht ausreichend über Risiken, Nebenwirkungen oder Alternativen einer Behandlung.
2. Kann die PKV die Rechnung verweigern?
Ja, wenn die Behandlung wegen Aufklärungsfehlers medizinisch nicht gerechtfertigt ist.
3. Habe ich Ansprüche gegen den Arzt?
Ja, Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche können bestehen.
4. Wie lange habe ich Zeit für Ansprüche?
In der Regel 3 Jahre ab Kenntnis von Fehler und Schaden.
5. Brauche ich einen Fachanwalt?
Ja, insbesondere bei komplexen medizinischen Gutachten und PKV-Streitfällen ist fachanwaltliche Expertise entscheidend.
Die Rechtsanwaltskanzlei Scholz berät und vertritt ausschließlich Patienten und Versicherungsnehmer.
Als Fachanwalt für Versicherungsrecht mit klarer Spezialisierung im Medizinrecht vertreten wir Mandanten in Dortmund (inkl. Brackel, Hörde, Dortmund-Mitte) und ggf. auch bundesweit bei:
Aufklärungsfehlern von Ärzten
Schadensersatzansprüchen
Gerichtlicher Durchsetzung von Ansprüchen
Kontakt:
📍 Brackeler Hellweg 133, 44309 Dortmund
📞 0231 / 98 68 88 37
✉️ [email protected]